Wintzer, Heinrich
| * 9. Januar 1892, Magdeburg † 10. Januar 1947, Lager Garmisch |
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Heinrich Wintzer (in allen Ranglisten bis 1929 als Winzer bezeichnet) trat am 11. März 1910 als Fahnenjunker in das Königlich Preußische Heer ein. Der Offizierssohn kam dabei zum 1. Kurhessisches Feldartillerie-Regiment Nr. 11. Bei diesem wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule am 18. August 1911 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 20. August 1909 datiert. Als solcher wurde er dann als Batterieoffizier im 1. Kurhessisches Feldartillerie-Regiment Nr. 11 eingesetzt. Im September 1912 wurde er dann in das 3. Rheinisches Feldartillerie-Regiment Nr. 83 versetzt. Auch bei Ausbruch des 1. Weltkrieges im Sommer 1914 kam er mit diesem an die Westfront. Am 18. August 1915 wurde er zum Oberleutnant befördert. Als solcher wurde er dann im Juli 1916 als Adjutant an die Kaukasusfront kommandiert. Im Februar 1918 wurde er dann als Adjutant der Führerschule nach Konstantinopel in die Türkei kommandiert. Am 18. August 1918 wurde er dort zum Hauptmann befördert. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er dann als Hauptmann mit seinem alten Rangdienstalter in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 als Hilfsoffizier beim Wehrkreis-Kommando IV eingesetzt. Von dort wurde er in das Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin kommandiert. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann in den Stab der 4. Division der Reichswehr nach Dresden übernommen. Er blieb aber weiter zum RWM kommandiert. Am 1. Oktober 1921 wurde er dann in das RWM nach Berlin versetzt. Dort wurde er dann die nächsten Jahre in der Heeres-Abteilung (T 1) beim Truppenamt (TA) eingesetzt. Am 1. Juli 1924 wurde er dann als Chef der 8. Batterie zum 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment nach Hannover versetzt. Diese Position übte er dann die nächsten drei Jahre aus. 1927 hat er dann auch geheiratet. Am 1. Oktober 1927 wurde er dann in den Stab vom Gruppenkommando 1 nach Berlin versetzt. Dort wurde er dann die nächsten Jahre eingesetzt. Am 1. Februar 1930 wurde er dann wieder in das RWM nach Berlin versetzt. Dort wurde er dann in der Inspektion der Artillerie (In 4) eingesetzt. Am 1. November 1930 wurde er zum Major befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Februar 1929 festgelegt. 1930/31 wurde er dann auch in das Wehramt (WehrA) vom RWM versetzt. Dort wurde er dann die nächsten Jahre eingesetzt. Am 1. April 1933 wurde er dort zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Juli 1933 wurde er dann als solcher zum Kommandeur der III. Abteilung vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment wieder nach Hannover versetzt. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment Hannover ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1935 zum Oberst befördert. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er am 15. Oktober 1935 gab er sein Kommando ab und wurde dafür zum Kommandant von Groß-Hamburg ernannt. Am 6. Oktober 1936 wurde er dann zum Kommandeur vom neuen Artillerie-Regiment 30 in Rendsburg ernannt. Am 31. Dezember 1937 gab er sein Kommando über das Regiment wieder ab. Er wurde dafür zum 1. Januar 1938 zum Inspekteur der Wehrwirtschaftsinspektion I in Königsberg ernannt. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1938 zum Generalmajor befördert. Auch bei Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 wurde er dann weiter als Wehr-Wirtschaft-Inspekteur I eingesetzt. Im November 1939 wurde sein Stab dann zur Rüstungsinspektion I umbenannt. Nach Beginn des Unternehmen Weserübung wurde er im Frühjahr 1940 zum Chef des Wehrwirtschaftsstab Norwegen ernannt. Am 1. Oktober 1940 wurden ihm als solchem die Charakter als Generalleutnant verliehen. Am 1. Oktober 1941 wurde er zum Generalleutnant befördert, wobei er immer noch in Norwegen eingesetzt wurde. Am 1. Dezember 1942 wurde er zum Chef der Wirtschafts- und Rüstungsinspektion I ernannt. Am 1. Februar 1944 wurde er abgelöst und daraufhin in die Führerreserve versetzt. Anfang September 1944 zum Rheinkommandant II in Düsseldorf ernannt. Im November 1944 wurde er dann zum Inspekteur der Wehrersatzinspektion Münster ernannt. Im April 1945 wurde er bei Gifhorn durch amerikanische Truppen gefangen genommen. Zunächst wurde er im Lager Allendorf bei Marburg festgesetzt. Mitte April 1946 wurde er dann nach Neu-Ulm verlegt. Im September 1946 wurde er dann in das Lager Garmisch verlegt. Dort verfasste er dann in der Gefangenschaft auch ein Manuskript zum deutschen Offizierskorps. Anfang 1947 ist er dann in der Gefangenschaft verstorben.