Freiherr von Wilmowsky, Hermann Paul Friedrich

 

* 26. Juni 1881, Hannover

† 4. November 1970, Göttingen

 

Friedrich Freiherr von Wilmowski trat nach seiner Kadettenausbildung am 22. März 1900 als Leutnant ohne Patent in das Königlich Preußische Heer ein. Der Sohn des späteren Landeshauptmanns der Provinz Sachsen und Leiters der Reichskanzlei kam dabei zum 1. Brandenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 2. Bei diesem Regiment erhielt er dann auch sein Patent. Er wurde dann als Eskadronoffizier im 1. Brandenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 2 eingesetzt. Am 1. Oktober 1913 wurde er zum Rittmeister befördert. Als solcher wurde er dann als Adjutant der 21. Kavallerie-Brigade eingesetzt. Auch kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges im Sommer 1914 versah er in dieser Funktion seinen Dienst. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch andere Orden verliehen. Nach dem Krieg wurde er als Rittmeister mit seinem alten Rangdienstalter in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 als Eskadronchef im Reiter-Regiment 6 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann als solcher in das 6. (Preußisches) Reiter-Regiment übernommen. In dieser Funktion wurde er dann die ersten Jahre im 6. (Preuß.) Reiter-Regiment eingesetzt. Am 1. August 1922 wurde er dann zum Major befördert. Als solcher wurde er dann spätestens ab dem Frühjahr 1924 für mehrere Jahre an der Kavallerieschule Hannover eingesetzt. 1926/27 wurde er dann in den Regimentsstab vom 13. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Hannover versetzt. Ab der Rangliste vom Frühjahr 1927 ist er dann mit dem Namen Wilmowsky verzeichnet. In Hannover erhielt er jetzt seine Einweisung als Regimentskommandeur. Dabei wurde er am 1. Februar 1928 zum Oberstleutnant befördert. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1928 als Nachfolger von Oberst Georg Brandt zum Kommandeur vom 3. (Preußisches) Reiter-Regiment in Rathenow ernannt. Als solcher wurde er dann am 1. Februar 1931 zum Oberst befördert. Am 30. September 1932 gab er sein Kommando über das 3. (Preuß.) Reiter-Regiment in Rathenow an Oberstleutnant Erich Volk ab. Seine Verwendung in der nächsten Zeit ist unklar. Zum 1. Oktober 1933 wurde er zum Generalmajor befördert. Während der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er dann am 1. April 1935 zum Kommandeur der 1. Kavallerie-Division in Frankfurt an der Oder ernannt. Als solcher wurde er zum 1. August 1935 zum Generalleutnant befördert. Er behielt dieses Kommando dann bis zur Auflösung des Divisionsstabes im Frühjahr 1936. Am 1. April 1936 wurde er dann dafür zum Inspekteur der Wehrersatzinspektion Potsdam ernannt. Diese Funktion übte er dann viele Jahre aus. Auch bei Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 blieb er weiter als solcher eingesetzt. Erst am 1. Oktober 1944 wurde er als Inspekteur der Wehrersatz-Inspektion Potsdam abgelöst. Er wurde jetzt in die Führerreserve versetzt. Am 30. April 1945 wurde er endgültig aus der Wehrmacht verabschiedet. Sein Bruder Tilo war der Schwiegersohn von Friedrich Alfred Krupp und kam 1944 im Zusammenhang mit dem Führerattentat vom 20. Juli 1944 ins Konzentrationslager.