Weber Pascha, Erich Paul

 

* 12. September 1860,

† Oktober 1933,

 

Erich Weber trat ca. 1877 in die Königlich Preußische Armee ein. Mit dem Patent vom 15. April 1878 wurde er zum Sekondeleutnant befördert. 1905 wurde er zum Kommandeur vom Schleswig-Holsteinisches Pionier-Bataillon Nr. 9 ernannt. Vor Beginn des 1. Weltkrieges war er als Oberst Kommandeur der Pioniere XV. Armeekorps. Er galt als Festungsspezialist. Bei Beginn des 1. Weltkrieges kam er dann mit der deutschen Militärmission in die Türkei. Am 18. April 1915 wurde er zum Generalmajor befördert. In der Türkei erhielt er als Ehrennamen den Beinamen Pascha. Nach Führungsstreitereien kehrte er im Sommer 1915 nach Deutschland zurück. 1916 wurde er dann als Kommandeur der 50. Infanteriedivision bei den Kämpfen um Verdun eingesetzt. Dabei gelang die Einnahme der Festung Vaux. Im Herbst 1916 übernahm er dann als Kommandeur die 9. Infanteriedivision. Die führte er dann bis zum Kriegsende. Nach dem Krieg übernahm er 1919 die Reichswehr-Brigade 6. Später wurde er dann zum Befehlshaber vom Wehrkreiskommando II in Stettin ernannt. In dieser Funktion wurde er auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 eingesetzt. Als solcher wurde er am 16. Juni 1920 zum Generalleutnant befördert. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde Generalleutnant Erich Weber Pascha dann zum Kommandeur 2. Division der Reichswehr in Stettin ernannt. Am 15. Juni 1921 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. An diesem Tag wurden ihm die Charakter als General der Infanterie verliehen. Sein Nachfolger wurde Generalmajor Hans Emil Freiherr von Hammerstein-Gesmold. Im Privatleben war er auch der Schwiegervater des späteren Großadmiral Karl Dönitz. Er ist im Jahr von Hitlers Machtergreifung gestorben.