Schmidt-Richberg, Karl-Erich

 

* 22. Mai 1899, Oberrieden/Hessen

† 1971, (Stuttgart)

 

Erich Schmidt-Richberg trat am 15. Juni 1917 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Der Sohn eines Pfarrers kam dabei zum 3. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 71. Zuerst wurde er im Ersatztruppenteil ausgebildet. Ab November 1917 wurde er dann bei diesem an die Front des 1. Weltkrieges. Am 18. Juli 1918 wurde er zum Fähnrich befördert. Im Ersten Weltkrieg wurde ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Im Oktober 1918 geriet er dann in französische Kriegsgefangenschaft. Aus dieser wurde er erst im März 1920 wieder entlassen. Im April 1920 wurde er dann als Fähnrich in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er anfangs im Reichswehr-Infanterie-Regiment 21 eingesetzt. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er zu dieser Einheit. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann in das 17. Infanterie-Regiment übernommen. Bei diesem wurde er am 1. November 1921 zum Leutnant befördert. Als solcher wurde er dann als Kompanieoffizier im 17. Infanterie-Regiment eingesetzt. Spätestens ab dem Frühjahr 1924 wurde er dann mehrere Jahre bei der 7. Kompanie vom 17. Infanterie-Regiment in Göttingen eingesetzt. 1925/26 wurde er dann in die 8. (MG.) Kompanie vom 17. Infanterie-Regiment ebenfalls in Göttingen versetzt. Bei dieser wurde er am 1. November 1926 zum Oberleutnant befördert. 1927/28 wurde er dann für die nächsten Jahre zum Adjutant des II. (Preuß.) Bataillons vom 17. Infanterie-Regiment ebenfalls in Göttingen ernannt. 1930/31 wurde er dann durch Oberleutnant Freiherr von Hammerstein-Gesmold abgelöst. Er wurde jetzt wieder zur 8. (MG.) Kompanie vom 17. Infanterie-Regiment versetzt. Am 1. Oktober 1931 wurde er dann zur Führergehilfenausbildung in den Stab der 5. Division der Reichswehr nach Stuttgart versetzt. Ab dem 1. Oktober 1933 absolvierte er dann das dritte Jahr seiner Führergehilfenausbildung in Berlin. Am 1. Februar 1934 wurde er dann zum Hauptmann befördert. 1934 wurde er dann zum Generalstab des Heeres kommandiert. Am 2. Oktober 1934 hat er Edith von Groll geheiratet. Während er Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er dann 1935 auch zum Generalstab des Heeres versetzt. Bei der Enttarnung aller Verbände wurde er am 15. Oktober 1935 als Kompaniechef zum Infanterie-Regiment 35 versetzt. Nach etwa einem Jahr wurde er 1936 für die nächsten Jahre in den Generalstab vom Generalkommando VI. Armeekorps nach Münster in Westfalen versetzt. Dort wurde er am 1. April 1938 zum Major i.G. befördert. Am 1. Januar 1939 wurde er dann in den Generalstab vom Generalkommando XVII. Armeekorps nach Wien versetzt. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg wurde er dann im Sommer 1939 zum 3. Generalstabsoffizier (Ic) der 14. Armee ernannt. Damit war er jetzt für die Feindlage zuständig. Bei der Verlegung an die Westfront wurde sein AOK 14 in 12. Armee umbenannt. Er blieb weiter als Ic bei diesem Stab eingesetzt. Am 1. Januar 1941 wurde er dann zum 1. Generalstabsoffizier (Ia) der 168. Infanterie-Division ernannt. Zum 1. März 1941 wurde er zum Oberstleutnant i.G. befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. August 1939 festgelegt. Zum Sommerbeginn 1941 wurde er dann als Ia der 168. Infanterie-Division im Ostfeldzug beim Angriff auf Südrussland eingesetzt. Auch Anfang 1942 wurde er als Ia mit seiner Division im Südabschnitt der Ostfront eingesetzt. Zum 1. Februar 1942 wurde er zum Oberst i.G. befördert. Am 19. April 1942 wurde ihm als Ia der 168. Infanterie-Division das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Ende Mai 1942 wurde er dann als Nachfolger von Oberst i.G. Viktor Koch zum Chef des Generalstabes vom Generalkommando II. Armeekorps ernannt. Mitte November 1943 wurde er durch Oberst i.G. Wilhelm Huhs abgelöst. Daraufhin wurde er dann in die Führerreserve versetzt. Dort wurde er dann zum Generalstab der Heeresgruppe E kommandiert. Mitte März 1944 wurde er als Nachfolger von Generalmajor August Winter als Chef des Generalstabes der Heeresgruppe E auf dem Balkan eingesetzt. Als solcher wurde er dann zum 1. Juli 1944 zum Generalmajor befördert. Ab dem 25. März 1945 wurde er dann als Chef des Generalstabes vom Oberbefehlshaber Südost eingesetzt. Bei der Kapitulation der Wehrmacht geriet er dann am 8. Mai 1945 in Gefangenschaft. Aus dieser wurde er im Jahr 1949 wieder entlassen. 1955 war er dann Autor des Werkes "Der Endkampf auf dem Balkan - Die Operationen der Heeresgruppe E von Griechenland bis zu den Alpen" der Reihe 'Die Wehrmacht im Kampf' der Scharnhorst-Buchkameradschaft.