Rumschöttel, Hermann Johann Friedrich

 

* 9. Mai 1858, St. Wendel

† 25. April 1944, Weddersleben bei Quedlinburg

 

Hermann Rumschöttel trat nach seiner Kadettenausbildung a, 16. April 1877 mit dem Charakter als Fähnrich in die Königlich Preußische Armee ein. Der Sohn eines Landrates kam dabei zum 1. Rheinisches Feldartillerie-Regiment „von Holtzendorff“ Nr. 8. Bei diesem wurde er am 15. November 1887 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 12. Oktober 1878 zum Sekondeleutnant befördert. Am 1. Oktober 1880 wurde er dann zur Artillerie- und Ingenieurschule kommandiert. Am 13. Oktober 1887 wurde er zum Premierleutnant befördert. Am 1. April 1890 wurde er dann zum 2. Lothringisches Feldartillerie-Regiment Nr. 34 versetzt. Im Oktober 1890 hat er Helene Anna Maria Meurer geheiratet. Am 25. März 1893 wurde er dann zum Hauptmann ohne Patent befördert und gleichzeitig als Batteriechef zum 1. Lothringisches Feldartillerie-Regiment Nr. 33 versetzt. Am 17. Juni 1893 hat er dann sein Patent als Hauptmann erhalten. Am 22. Mai 1900 wurde er dann in den Stab vom 1. Ober-Elsässisches Feldartillerie-Regiment Nr. 15 versetzt. Am 11. September 1903 wurde er bei diesem zum Major befördert. Als solcher wurde er am 24. April 1904 zum Kommandeur der I. Abteilung vom 1. Hannoversches Feldartillerie-Regiment „von Scharnhorst“ Nr. 10 ernannt. Am 21. April 1908 wurde er dann als Lehrer an die Feldartillerieschießschule versetzt. Am 3. Mai 1909 wechselte er dann in den Stab der Feldartillerieschießschule. Am 16. November 1910 wurde er dort zum Oberstleutnant befördert. 1911/12 wechselte er dann als Oberstleutnant von der Feldartillerieschießschule als Regimentskommandeur zum 1. Nassauisches Feldartillerie-Regiment „Oranien“ Nr. 27. Als solcher wurde er dann am 18. März 1913 zum Oberst befördert. Auch kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges wurde er als Oberst noch immer als Regimentskommandeur vom 1. Nassauisches Feldartillerie-Regiment „Oranien“ Nr. 27 eingesetzt. Als solcher führte er das Regiment auch bei Beginn des 1. Weltkrieges. Am 15. September 1914 wurde er dann zum Kommandeur der 25. Feldartillerie-Brigade ernannt. Am 16. Juni 1916 wurde er zum Generalmajor befördert. Am 24. Mai 1917 wurde er dann zum Kommandeur der 13. Landwehrdivision ernannt. Drei Monate später wurde er dann zum Kommandeur der 10. Ersatzdivision ernannt. Dieses Kommando behielt er dann bis zum Ende des 1. Weltkrieges. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch jede Menge andere Auszeichnungen verliehen. Im Mai 1919 wurde er dann als Generalmajor in das Reichsheer übernommen. Er wurde sofort zum Kommandeur der Reichswehr-Brigade 18 ernannt. Am 1. Oktober 1919 wurde er dann zum Befehlshaber der Artillerie der Reichswehr-Brigade 11 ernannt. Am 8. Februar 1920 wurde er dann zum Befehlshaber vom Wehrkreis III ernannt. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er als Befehlshaber vom Wehrkreiskommando III in Berlin eingesetzt. Als solcher wurde er im Sommer 1920 zum Generalleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 16. Juni 1920 festgelegt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er am 1. Oktober 1920 dann zum Kommandeur der 3. Division der Reichswehr in Berlin ernannt. Damit wurde er auch automatisch zum Befehlshaber vom Wehrkreis III. Am 15. Juni 1921 musste er sein Kommando abgeben. Er wurde jetzt aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter eines General der Artillerie verliehen.