Radowitz, Joseph von
| * 29. Juli 1899, Frankfurt / Main + 1. Juni 1956 |
Joseph von Radowitz trat am 6. Juni 1917 als Fahnenjunker in das Dragoner-Regiment 20 ein, wo er am 6. September 1918 zum Leutnant befördert wurde. 1919 wurde er aus dem Heeresdienst verabschiedet. Am 1. April 1924 wurde er im Reiter-Regiment 18 reaktiviert, fand dann im Stabs- und Truppendienst Verwendung und wurde am 1. Februar 1934 im Reiter-Regiment 1 zum Rittmeister befördert. Am 10. November 1938 wurde er Adjutant z.b.V. beim III. Armeekorps. Zum Major befördert, übernahm er am 26. August 1939 das Kommando über die Aufklärungs-Abteilung 168, die er während des Polenfeldzuges führte. Am 7. März 1940 wurde er wieder Adjutant beim III. Armeekorps und nahm im Mai 1940 am Westfeldzug teil. Am 1. März 1941 zum Oberstleutnant befördert, kämpfte er ab Juni 1941 in Rußland und wurde am 1. April 1942 in den Stab der 2. Panzerarmee versetzt. Am 1. April 1943 wurde er in die Führerreserve des OKH versetzt und ab dem 10. Juli 1943 in die Führerreserve der Heeresgruppe "Mitte" versetzt. Am 26. Juli 1943 wurde er Kommandeur des Panzergrenadier-Regiments 28 und wurde am 29. Februar 1944 für persönliche Tapferkeit mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 16. April 1944 erneut in die Führerreserve des OKH versetzt, übernahm er am 9. Juni 1944 im Weichselbogen die Führung der 23. Panzer-Division. Am 1. September 1944 zum Generalmajor befördert, wurde er am gleichen Tag Kommandeur der Division und am 17. September 1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 8. Mai 1945 geriet er in der Steiermark in britische Gefangenschaft. Auf Grund des "Dönitz-Erlasses" wurde ihm am 9. Mai 1945 noch das Eichenlaub verliehen.
Ritterkreuz (17. September 1944) Eichenlaub (9. Mai 1945)