Prinner, Josef
| * 18. Dezember 1894, München † 1. Juli 1966, (München) |
Josef Prinner trat nach seiner Kadettenausbildung am 14. Juli 1914 als Fähnrich in die Königlich Bayerische Armee ein. Er kam dabei zum 1. Königlich Bayerisches Fußartillerie-Regiment „vakant Bothmer“. Bei diesem wurde er am 19. September 1914 zum Leutnant befördert. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm auch beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Bei der Bildung vom Übergangsheer der Reichswehr wurde er 1920 aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Er wurde dafür jetzt in die bayerische Polizei übernommen. Bei dieser brachte er es dann bis zum Major der Polizei. Am 1. Oktober 1935 wurde er bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht als Major in das Heer übernommen. Am 6. Oktober 1936 wurde er zum Kommandeur der I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 41 in Ulm ernannt. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1937 zum Oberstleutnant befördert. Mit seiner Abteilung bezog er dann bei Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 Stellungen im Westen. Am 1. Oktober 1939 gab er das Kommando über die I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 41 ab. Er wurde jetzt zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment (motorisiert) 697 ernannt. Diesen Stab führte er dann im Frühjahr 1940 in den Westfeldzug. Danach wurde er am 1. September 1940 zum Oberst befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. August 1939 festgelegt. Am 1. Dezember 1940 gab er sein Kommando über den Artillerie-Regimentsstab z.b.V. 697 ab. Er wurde dafür in die Führerreserve versetzt. Noch Anfang Dezember 1940 wurde er dann zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment 81 ernannt. Dieses führte er dann beim Beginn vom Sommer 1941 im Ostfeldzug beim Angriff auf Südrussland. Am 2. Januar 1942 wurde ihm das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Am 1. April 1942 gab er sein Kommando über das Artillerie-Regiment 81 ab. Er wurde dafür zum Artillerie-Kommandeur 145 (Arko 145) ernannt. Dieses Kommando behielt er dann bis Anfang November 1942. Dann wurde er in die Führerreserve versetzt. Am 24. Februar 1943 wurde er als Nachfolger von Generalleutnant Otto Butze mit der Führung der 340. Infanterie-Division beauftragt. Am 1. März 1943 wurde er zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er jetzt auch zum Kommandeur der 340. Infanterie-Division ernannt. Ende Oktober 1943 gab er sein Kommando über die 340. Infanterie-Division an Generalmajor Werner Ehrig ab. Am 1. November 1943 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 1. Dezember 1943 wurde er zum Kommandeur der 311. Artillerie-Division ernannt. Ende Juli 1944 gab er sein Kommando über diesen Stab an Generalleutnant Karl Burdach ab. Am 19. Oktober 1944 wurde er namentlich in den Ergänzungen zum Wehrmachtsbericht genannt: "In den Waldkarpaten haben sich die 8. Panzerdivision unter Generalmajor Froelich und die unter Führung von Generalleutnant Prinner stehenden Artillerieverbände eines Panzerkorps besonders bewährt." Mitte November 1944 wurde er dann zum Höherer Artillerie-Kommandeur 311 (HArko 311) ernannt. Damit führte er wieder den gleichen Stab. Am 11. Januar 1945 wurde ihm das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Er behielt sein Kommando als HArko 311 bis zum Kriegsende.
Ritterkreuz (11. Januar 1945)