Lassen, Ernst-August

 

* 15. September 1877, Güntersdorf, Kreis Preußisch Holland (Ostpreußen)

† 21. September 1949, Dobersdorf (Schleswig-Holstein)

 

Ernst-August Lassen trat am 18. März 1897 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum Schleswigsches Feldartillerie-Regiment „Generalfeldmarschall Graf Waldersee“ Nr. 9. In diesem wurde er am 18. Oktober 1897 zum Fähnrich befördert. Am 18. August 1898 folgte nach dem Besuch der Kriegsschule auch die Beförderung zum Sekondeleutnant. Das Patent wurde dabei auf den gleichen Tag datiert. Als solcher wurde er jetzt als Batterieoffizier im Schleswigsches Feldartillerie-Regiment „Generalfeldmarschall Graf Waldersee“ Nr. 9 eingesetzt. Am 1. Januar 1899 wurde er durch die Umbenennung seines Dienstgrades zum Leutnant ernannt. Am 1. Oktober 1899 wurde er dann zum Lauenburgisches Feldartillerie-Regiment Nr. 45 versetzt. Am 1. Oktober 1902 wurde er dann für über vier Jahre zum Militär-Reitinstitut kommandiert. Am 1. Dezember 1906 wurde er dann zum Ostpreußisches Dragoner-Regiment „König Albert von Sachsen“ Nr. 10 kommandiert. Am 18. November 1907 wurde er auch in dieses Regiment versetzt und diente dort als Eskadronoffizier. Am 24. März 1909 wurde er zum Oberleutnant befördert. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1910 für fast drei Jahre zur Kriegsakademie kommandiert. Im Juli 1913 kehrte er dann wieder zum Ostpreußisches Dragoner-Regiment „König Albert von Sachsen“ Nr. 10 zurück. Bei diesem wurde er dann zum Chef einer Eskadron ernannt. Am 1. Oktober 1913 wurde er als solcher dann auch zum Rittmeister befördert. Auch vor Beginn des 1. Weltkrieges wurde er weiter als Eskadronchef im Ostpreußisches Dragoner-Regiment „König Albert von Sachsen“ Nr. 10 eingesetzt. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde er dann Anfang August 1914 mit seiner Eskadron an die Front versetzt. Anfang 1915 wechselte er dann in den Generalstabsdienst über. Dabei wurde er dann bis zum Oktober 1916 bei der Truppen-Abteilung von Esebeck an der Ostfront eingesetzt. Ab Oktober 1915 wurde er dann durch die Umbenennung des Stabes zum Generalstab der 182. Landwehr-Infanterie-Brigade versetzt. Im Oktober 1916 wurde er dann als 1. Generalstabsoffizier (Ia) zur 9. Kavallerie-Division versetzt. Ab November 1917 gehörte er dann als Ia zum XXIV. Reservekorps. Am 22. März 1918 wurde er zum Major befördert. 1918 wurde er dann zur Etappeninspektion vom AOK 5 versetzt. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er anfangs bei verschiedenen Generalstäben eingesetzt. Im Januar 1919 kam er dann als Deutscher Generalstabsoffizier zur Reichskommission für das Süd-Ostpreußische Abstimmungsgebiet. Ebenfalls im Jahr 1919 wurde er auch als Major in das Reichsheer übernommen. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er dann zum Reiter-Regiment 2 versetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann in das 2. (Preuß.) Reiter-Regiment übernommen. Bei diesem wurde er dann die nächsten Jahre eingesetzt. Am 1. Mai 1922 wurde er dann zum Stab vom 16. Reiter-Regiment nach Kassel versetzt. Am 1. Januar 1924 wurde er dort zum Oberstleutnant befördert. Als solcher absolvierte er jetzt seine Einweisung als Regimentskommandeur. Am 1. April 1925 wurde er dann als Nachfolger von Oberstleutnant Curt Ludwig Freiherr von Gienanth zum Kommandeur vom 13. (Preuß.) Reiter-Regiment in Hannover ernannt. Dieses Kommando behielt er dann die nächsten Jahre. Als solcher wurde er am 1. November 1928 zum Oberst befördert. Am 31. Januar 1929 gab er sein Kommando über das 13. (Preuß.) Reiter-Regiment an Oberstleutnant Peter Freiherr von Frydag ab. Er wurde an diesem Tag auch aus dem aktiven Dienst der Reichswehr verabschiedet.

Im Frühjahr 1929 ging er dann als Militärberater nach China. Er wurde dann ab Juni 1929 als Professor und Kavallerieinstrukteur an der Kriegsakademie in Peking unter Jiang Jieshi eingesetzt. Dort taten auch Generalleutnant a.D. Friedrich Lindemann (Lehrer für Militärgeschichte) und Generalleutnant a.D. Erich Gudovius (Lehrer für politische Ökonomie) Dienst. 1932 wurde er mit dieser Einrichtung nach Nanjing verlegt. Erst Ende April 1937 stellte er seine Tätigkeit in China ein und kehrte daraufhin nach Deutschland zurück. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 trat er dann zur Verfügung der Wehrmacht. Im November 1939 wurde er dann zum Kommandeur vom Landwehr-Infanterie-Regiment 161 ernannt. Anfang März 1940 wurde er dann durch die Umbenennung seines Regiments zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 247 ernannt. Ende Mai 1940 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 1. August 1940 wurde er dann zum Kommandeur vom Infanterie-Ersatz-Regiment 491 in Schröttersburg ernannt. Dieses Kommando behielt er dann die nächsten beiden Jahre. Am 1. Mai 1942 wurde er zum Generalmajor z.V. befördert. Am 30. September 1942 gab er sein Kommando ab und wurde an diesem Tag endgültig aus der Wehrmacht verabschiedet.