Krüger, Walter

 

* 23. März 1892, Zeitz

† 11. Juli 1973, Baden-Baden

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Walter Krüger trat am 17. März 1910 als Fahnenjunker in die Königlich Sächsische Armee ein. Er kam dabei zum 15. Königlich Sächsisches Infanterie-Regiment Nr. 181. Während des Besuches der Kriegsschule wurde er dann in das 2. Königlich Sächsisches Husaren-Regiment Nr. 19 versetzt. Am 18. August 1911 wurde er in diesem Regiment zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 18. August 1909 datiert. Im 1. Weltkrieg wurde er in verschiedenen Positionen im Truppendienst eingesetzt. Am 21. Oktober 1915 wurde er zum Oberleutnant befördert. Im Krieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Sächsischen Militär St. Heinrichs-Orden und beiden Eisernen Kreuzen noch viele andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Er kam dabei auf eine Rittmeisterstelle im 12. Reiter-Regiment. 1920 wurde er dann auch zum Rittmeister befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 18. August 1918 festgelegt. Er wurde vorerst noch als Eskadronoffizier eingesetzt. Ab 1923 wurde er dann mehrere Jahre als Chef der 1. Eskadron im 12. (Sächs.) Reiter-Regiment in Grimma eingesetzt. Am 1. April 1929 wurde er dann in den Stab der 2. Kavallerie-Division nach Breslau versetzt. Am 1. Oktober 1931 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Major in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er jetzt in der Inspektion der Kavallerie (In 3) eingesetzt. Dort wurde er am 1. Oktober 1934 auch zum Oberstleutnant befördert. Er wurde dann am 1. Oktober 1936 zum Chef des Stabes der Inspektion der Kavallerie (In 3) ernannt. Am 1. April 1937 wurde er zum Oberst befördert. Am 1. Oktober 1937 übernahm er dann als Kommandeur das Kavallerie-Regiment 10. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 wurde sein Regiment aufgelöst. Er wurde dafür zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 171 ernannt. Bereits Anfang November 1939 gab er sein Kommando wieder ab. Er wurde dafür noch Anfang November 1939 als neuer Führer in den Stab der 1. Schützen-Brigade versetzt. Am 15. Februar 1940 wurde er dann zum Kommandeur der 1. Schützen-Brigade ernannt. Er führte die Brigade zuerst im Frühjahr 1940 in den Westfeldzug im Einsatz. Dabei wurden ihm bereits nach wenigen Tagen beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Am 1. April 1941 wurde er zum Generalmajor befördert. Zum Beginn des Sommers 1941 führte er die Brigade dann im Ostfeldzug beim Angriff auf Nordrussland. Für die Leistungen der Brigade erhielt er bereits am 11. Juli 1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 17. Juli 1941 gab er sein Kommando über die 1. Schützen-Brigade ab. Er wurde dafür mit der Führung der 1. Panzer-Division beauftragt. Später wurde er dann auch zum Kommandeur der 1. Panzer-Division. Am 27. August 1942 wurde er mit dem Deutsches Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 1. Oktober 1942 wurde er zum Generalleutnant befördert. Im Frühjahr 1943 verlegte er mit der Division auf den Balkan. Dort bemühte er sich eher um eine behutsame Besatzungspolitik. Er verbot seinen Truppen dabei auch eigenmächtige Sühnemaßnahmen. Seine Bemühungen wurden jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Am 14. Dezember 1943 wurde er zum Raum Shitomir namentlich im Wehrmachtsbericht genannt: "Bei diesen Kämpfen haben sich die 1. thüringische Panzerdivision unter Generalleutnant Krüger und die brandenburgische 68. Infanteriedivision unter Oberst Scheuerpflug besonders bewährt." Am 1. Januar 1944 übernahm er die Führung vom LVIII. Reserve-Panzerkorps in Frankreich. Dabei verfolgte er jetzt eine wesentlich härtere Besatzungspolitik. Am 24. Januar 1944 wurde er mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 1. Februar 1944 wurde er zum General der Panzertruppen befördert. Damit wurde er jetzt zum Kommandierenden General vom LVIII. Reserve-Panzerkorps ernannt. Ende März 1945 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 10. April 1945 übernahm er als Kommandierender General das Stellvertretende Generalkommando IV. Armeekorps in Dresden. Damit wurde er jetzt auch zum Befehlshaber vom Wehrkreis IV ernannt. Zum Kriegsende geriet er dann in Gefangenschaft. Aus dieser wurde er im Sommer 1947 wieder entlassen.

 

Ritterkreuz (11. Juli 1941) Eichenlaub (24. Januar 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011
Dermont Bradley, Markus Rövekamp, Ernes Henriot: Deutschlands Generale und Admirale: Teil IV /Band 7: Die Generale des Heeres 1921-1945. Knabe - Luz, Biblio-Verlag