Hasse, Paul
| * 21. Juni 1864, † 5. April 1945, |
Paul Hasse trat ca. 1884 in die Königlich Preußische Armee ein. Er wurde mit Patent vom 16. September 1885 zum Sekondeleutnant befördert. Am 22. April 1914 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Als solcher gehörte er vor dem Krieg zum 1. Posensches Feldartillerie-Regiment Nr. 20. Im 1. Weltkrieg wurde er vor allem im Generalstab eingesetzt. Am 27. Januar 1917 wurde er zum Oberst befördert. Als solcher wurde er dann 1918 als Artilleriekommandeur Nr. 139 eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet. Neben beiden Eisernen Kreuzen wurden ihm noch viele weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er beim Übergangsheer als Kommandant vom Truppenübungsplatz Neuhammer am Queis eingesetzt. Auch bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er weiter als Kommandant vom Truppenübungsplatz Neuhammer eingesetzt. Zum 1. Dezember 1920 wurde er zum Generalmajor befördert. Am 1. Oktober 1921 wurde er dann als Nachfolger für den verstorbenen Generalmajor Ernst Wilberg zum Artillerieführer VI in Münster in Westfalen ernannt. Am 1. Januar 1923 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 30. September 1923 gab er sein Kommando als Artillerieführer VI an Oberst Gustav Mand ab. Dafür wurde er am 1. Oktober 1923 als Nachfolger von Generalleutnant Eginhard von Eschborn zum Kommandeur der 3. Kavallerie-Division in Kassel ernannt. Am 5. November 1923 rückte er im Auftrag von General Reinhardt mit Reichswehrtruppen nach Thüringen ein. Er sollte der Thüringischen Landespolizei einen festen Rückhalt geben. Dazu wurde ihm die Thüringische Landespolizei unter dem Polizeioberst Müller-Brandenburg unterstellt. Am 15. November 1923 wurde ihm die vollziehende Gewalt für Thüringen übertragen. 1924 gab er seine Aufgabe nach Sicherstellung der Ordnung auf Anforderung vom Thüringischen Staatsministerium wieder ab. Am 28. Februar 1926 gab er sein Kommando über die 3. Kavallerie-Division an Generalmajor Hans von Viereck ab. Er wurde an diesem Tag aus der Reichswehr verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter als General der Infanterie verliehen. Später wurde er angeblich als Schriftsteller tätig. Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges ist er dann gestorben.