Eckerle, Franz

 

* 24. April 1912, Baden-Baden

† 14. Februar 1942 (vermisst)

Franz Eckerle war ein bekannter Kunstflieger und trat schon lange vor Kriegsbeginn in die Luftwaffe ein. 1936 besuchte er die Jagdfliegerschule Schließheim. Er kam dann später zum Jagdgeschwader 76. Zu diesem gehörte er dann auch bei Ausbruch des 2. Weltkrieges im Sommer 1939. Er wurde mit seiner 3. Staffel auch im Polenfeldzug eingesetzt, erzielte dabei aber keinen Luftsieg. Seinen ersten erfolgreichen Einsatz flog er dann nach Beginn des Westfeldzuges im Mai 1940 über Frankreich. Nach dem Westfeldzug wurde er dann durch die Umbenennung der ganzen I. Gruppe vom Jagdgeschwader 76 als Oberleutnant zur II. Gruppe vom Jagdgeschwader 54 versetzt. Dort wurde er dann als Chef der 6. Staffel eingesetzt. Während der Luftschlacht um England war er Jagdbomber-Pilot. Am 1. Juni 1941 wurde er zum Hauptmann befördert. Zum Beginn des Ostfeldzuges gelang ihm am 22. Juni 1941 sein fünfter Luftsieg. Danach folgten Luftsiege in Serie. Nach seinem 30. Luftsieg am 23. August 1941 wurde ihm am 18. September 1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Zu diesem Zeitpunkt führte er noch immer die 6. Staffel des Jagdgeschwaders 54. Im November 1941 wurde er als Hauptmann zum Kommandeur der I. Gruppe vom Jagdgeschwader 54 ernannt. Am 14. Februar 1942 musste er nach einem Luftkampf bei Welikije-Luki hinter den feindlichen Linien notlanden. Seither gilt er als vermisst. Posthum wurde ihm am 12. März 1942 für seinen 60. Luftsieg das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Er hatte zu diesem Zeitpunkt 62 Luftsiege errungen.

 

Ritterkreuz (18. September 1941) Eichenlaub (12. März 1942)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011