Conrady, Alexander

 

* 16. Juli 1903, Neu-Ulm

† 21. Dezember 1983, Augsburg

 

Alexander Conrady trat 1923 in das Infanterie-Regiment 10 ein. 1926 wurde er zum Leutnant befördert. 1936 wurde er als Hauptmann zum Chef der 8. Kompanie des Infanterie-Regiments 40 ernannt. Bei Kriegsbeginn war er Ordonnanz-Offizier in der 27. Infanterie-Division, mit der er am Polen- und Frankreichfeldzug teilnahm. Nach dessen Ende wurde er am 1. Juli 1940 zum Major befördert und zum Kommandeur des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 91 ernannt. Ab Juni 1941 wurde er zum Stab der 36. Infanterie-Division versetzt und im August 1941 Kommandeur des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 118. Bei den schweren Abwehr-Kämpfen im Raum ostwärts von Rshew zeichnete sich das Bataillon besonders aus, so daß Oberstleutnant Conrady am 17. Oktober 1942 das Ritterkreuz verliehen wurde. Am 1. Dezember 1942 wurde er zum Oberst befördert. Als Kommandeur des Grenadier-Regiments 118 nahm er am Unternehmen "Zitadelle" teil. Während der schweren Abwehrkämpfe im Anschluß an die Offensive gelang es Oberst Conrady, einen russischen Durchbruch zu verhindern und sein Regiment in immer neue Verteidigungsstellungen zu führen. Hierfür wurde ihm am 22. August 1943 das Eichenlaub verliehen. Ab Januar 1944 war er Führer der 36. Infanterie-Division, deren Kommandeur er am 1. Mai 1944 unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor wurde. Während der sowjetischen Sommer-Offensive im Juni 1944 geriet er am 1. Juli 1944 in russische Gefangenschaft, aus der er am erst am 10. Oktober 1954 heimkehrte.