von Boetticher, Friedrich
| * 14. Oktober 1881, Berthelsdorf in Sachsen † 28. September 1967, Bielefeld |
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Friedrich von Boetticher trat am 1. April 1900 als Fahnenjunker in die Königlich Sächsische Armee ein. Er kam dabei zum 2. Königlich Sächsisches Feldartillerie-Regiment Nr. 28. In diesem wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule am 25. August 1901 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 25. August 1900 datiert. Als solcher wurde er dann als Batterieoffizier im 2. Königlich Sächsisches Feldartillerie-Regiment Nr. 28 eingesetzt. Am 1. Oktober 1901 wurde er dann in das 5. Königlich Sächsisches Feldartillerie-Regiment Nr. 64 versetzt. Bei diesem wurde er 1909 zum Oberleutnant befördert. Am 1. Oktober 1910 wurde er für fast drei Jahre zur Kriegsakademie kommandiert. Am 1. Oktober 1913 wurde er zum Hauptmann befördert. Anfang 1914 wurde er in den Großen Generalstab kommandiert. Dort wurde er bei der Eisenbahn-Abteilung eingesetzt. Bei der Mobilmachung wurde er dann zum Großen Generalstab versetzt. Im ganzen Krieg wurde auf verschiedenen Generalstabstellen eingesetzt. Zum 20. September 1918 wurde er zum Major befördert. Im Ersten Weltkrieg wurde er neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern, dem Ritterkreuz des Königlich Sächsisches Militär St. Heinrichs-Ordens und beiden Eisernen Kreuzen noch mit sehr vielen anderen Orden ausgezeichnet. Nach dem Krieg wurde er anfangs in der Abrüstungskommission eingesetzt und dann in das Reichsheer übernommen. Dort kam er dann als Abteilungschef zum Reichswehrministerium nach Berlin. Auch bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr blieb er die ersten Jahre als solcher im Einsatz. Er wurde als Abteilungsleiter der Heeres-Statistische-Abteilung (T 3) eingesetzt. Im Herbst 1924 wurde er zum Kommandeur der III. (Sächs.) Abteilung vom 4. (Preuß.-Sächs.) Artillerie-Regiment in Dresden ernannt. Dort wurde er dann am 1. November 1924 auch zum Oberstleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 15. Februar 1923 festgelegt. Im Sommer 1926 wurde er wieder in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er zum Leiter der Völkerbunds-Abteilung (Gruppe Heer) (VH) ernannt. Am 1. März 1927 wurde er zum Oberst befördert. Das Rangdienstalter wurde dann auf den 1. Februar 1928 festgesetzt. Am 30. September 1929 gab er sein Kommando an Oberst Kurt Schönheinz ab. Am 1. Oktober 1929 wurde er dafür zum Kommandeur der Artillerieschule in Jüterbog ernannt. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1931 zum Generalmajor befördert. Anfang 1933 gab er sein Kommando ab. Am 1. April 1933 wurde er zum Militärattaché an der deutschen Botschaft in Washington ernannt. Dabei wurde er am 1. Oktober 1933 zum Generalleutnant befördert. Ab 1. Februar 1938 nahm er diese Aufgabe noch zusätzlich für Mexiko wahr. Am 1. April 1940 wurden ihm die Charakter als General der Artillerie verliehen. Am 1. September 1940 wurde er zum General der Artillerie befördert. Bei Kriegseintritt der USA wurde er in die Führerreserve versetzt. Am 27. Mai 1942 wurde ihm für seine vorherige Tätigkeit das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern verliehen. Am 9. Dezember 1942 wurde er zum Chef der Zentralabteilung (W Z) vom OKW ernannt. Diese Position behielt er bis Ende April 1945. An diesem Tag geriet er in Gefangenschaft. Aus dieser wurde er 1947 wieder entlassen. In der Folge wurde er bis 1952 beim U.S. Army’s Military Foreign Studies Program eingesetzt.