Freiherr von Biegeleben, Arnold Christian Rüdiger Joseph Maria
| * 16. April 1883, Hannover
† 11. Oktober 1940, Jullouville |
Arnold Freiherr von Biegeleben trat am 29. März 1901 als Fahnenjunker in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum 1. Großherzoglich Hessisches Feldartillerie-Regiment Nr. 25 in Darmstadt. Bei diesem wurde er am 18. August 1902 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 19. August 1901 datiert. Von Februar bis Mai 1905 wurde er auf die Feld-Artillerie-Schießschule kommandiert. 1908 wurde er zum Regimentsadjutant ernannt. Am 18. August 1910 wurde er in seinem Regiment zum Oberleutnant befördert. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges zog er dann als Regimentsadjutant vom 1. Großherzoglich Hessisches Feldartillerie-Regiment Nr. 25 an die Front. Am 8. Oktober 1914 wurde er zum Hauptmann befördert. Als solcher wurde er ab dem 14. Oktober 1914 als Batterie-Führer eingesetzt. 1914 wurde er mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet, 1916 erhielt er das Eiserne Kreuz I. Klasse. Am 1. Februar 1917 wurde er zum Führer der III. Abteilung seines Regiments ernannt. Im Ersten Weltkrieg wurde ihm auch das Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern verliehen. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Bereits beim Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er in das 6. (Preuß.) Reiter-Regiment versetzt. Auch bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr blieb er weiter beim 6. (Preuß.) Reiter-Regiment. Bei diesem wurde er ab dem 15. Juni 1921 als Eskadron-Chef eingesetzt. Am 1. Juli 1922 folgte seine Umbenennung zum Rittmeister. Als solcher wurde er dann als Chef der 1. Eskadron vom 6. (Preuß.) Reiter-Regiment in Pasewalk eingesetzt. Am 1. November 1924 wurde er zum Major befördert. Am 1. Februar 1925 wurde er für die nächsten Jahre in den Stab der 1. Kavallerie-Division nach Frankfurt an der Oder versetzt. Am 1. April 1929 wurde er dann in die 6. Eskadron vom 15. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Münster in Westfalen versetzt. Am 1. Oktober 1929 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Als solcher wurde er dann im Frühjahr 1930 in der 4. Eskadron vom 15. (Preuß.) Reiter-Regiment in Münster eingesetzt. Im Frühjahr 1931 gehörte er dann wieder zur 6. Eskadron vom 15. (Preuß.) Reiter-Regiment in Münster. Am 1. Oktober 1931 wurde er zum Kommandeur vom 15. (Preuß.) Reiter-Regiment in Paderborn ernannt. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1932 zum Oberst befördert. Bei der Erweiterung der Reichswehr am 1. Oktober 1934 wurde er dann zum Kommandeur der 2. Reiterbrigade ernannt. Am 1. Mai 1935 wurde er zum Generalmajor befördert. Am 1. April 1936 wurde er durch die Umbenennung seines Stabes zum Höherer Kavallerie-Offizier 2 in Hannover ernannt. Am 1. August 1937 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 12. Oktober 1937 wurde er zum Höherer Kavallerie-Offizier 4 in Dresden ernannt. Am 1. März 1938 übernahm er das Kommando über die 6. Infanterie-Division. Mit dieser bezog er dann bei Ausbruch des 2. Weltkrieges Stellungen im Westen. Noch 1939 erhielt er beide Spangen des Eisernen Kreuzes. Während des Frankreichfeldzuges konnte er mit seiner Division am 9. Juni 1940 nachmittags die Seine bei Les Andeyles im Kampf überschreiten und so die französische Verteidigung bei Paris zum Einsturz bringen. Hierfür wurde er am 5. August 1940 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Nach dem Westfeldzug blieb er mit seiner 6. Infanterie-Division als Besatzungstruppe in Frankreich. Am 11. Oktober 1940 ist er in Jullouville, 8 km südostwärts Granville an einem Herzschlag gestorben.
Ritterkreuz (5. August 1940)