Allmendinger, Karl

 

* 3. Februar 1891, Abtsgemünd
+ 2. Oktober 1965, Ellwangen
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Im Oktober 1910 trat Allmendinger als Fahnenjunker dem Füsilierregiment "Kaiser Franz Joseph von Österreich" (4. Württembergisches) Nr. 122 bei. Am 29. Januar 1911 wurde er zum  Leutnant befördert und zog als Zugführer in der 11. Kompanie seines Regimentes in den Krieg. Bis zu seiner Verwundung bei Ypern war er Bataillonsadjutant.  Nach der Genesung und Beförderung zum Oberleutnant kehrte er an die Front zurück. Bei Kriegsende war er Träger hoher Auszeichnungen. Zurück in der Heimat schloß er sich 1919 der Freiwilligenabteilung Haas an.

Über diese Freiwilligenabteilung kommt Allmendinger 1920 zur Reichswehr. Er kam zum III./Infanterie-Regiment 13 und wurde  am 1. Januar 1923 zum  Hauptmann befördert. Es folgte der Generalstabslehrgang und die Verwendung in verschiedenen Stäben. Dann wurde er Kompaniechef beim IR 1 in Insterburg, dann wurde er als Referent zur Ausbildungsabteilung des Oberkommandos (OKH) versetzt. Als Ia beim Wehrkreiskommando I wurde er am 1. August 1936 zum Oberst befördert und ab Oktober 1937 Chef der 10. Abteilung im Generalstab des Heeres. Am 15. Oktober 1939 wurde er Generalstabschef des V. AK und nahm am Frankreichfeldzug teil. Am 1. August 1940 zum Generalmajor befördert, übernahm er die 5. leichte Infanterie-Division. Während des Vormarsches auf Moskau erhielt er am 17. Juli 1941 das Ritterkreuz. Am 1. August 1942 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 13. Dezember folgte das Eichenlaub für die Stabilisierung der Front am Illmensee. Am 5. Januar 1943 wurde er Kommandeur der Divisionslehrgänge und am 1. April 1943 schließlich zum General befördert. Am 1. Juli erhielt er den Oberbefehl über das V. AK, das im Kuban-Brückenkopf und auf der Krim eingesetzt war. Am 9. Mai 1944 erhielt Allmendinger nach schweren russischen Angriffen die Erlaubnis, Sewastopol zu räumen.  Ende Juli 1944 wurde er als Kommandeur abgelöst und in die Führerreserve versetzt. Bis zum Ende des Krieges erhielt er kein Kommando mehr.