von Amsberg, Joachim
| * 26. August 1869, Schwerin † 5. September 1945, Rostock |
Joachim von Amsberg trat am 16. September 1890 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 1. Großherzoglich Mecklenburgisches Grenadier-Regiment Nr. 89. Bei diesem wurde er am 18. April 1891 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 17. November 1891 zum Sekondeleutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den gleichen Tag datiert. Danach wurde er dann anfangs als Kompanieoffizier im 1. Großherzoglich Mecklenburgisches Grenadier-Regiment Nr. 89 eingesetzt. 1897 wurde er dann zum Adjutant des I. Bataillons vom 1. Großherzoglich Mecklenburgisches Grenadier-Regiment Nr. 89 ernannt. Als solcher wurde er am 16. Juni 1900 zum Oberleutnant befördert. Am 1. Oktober 1900 wurde er für fast drei Jahre zur Kriegsakademie nach Berlin kommandiert. Im Sommer 1903 kehrte er dann wieder zum 1. Großherzoglich Mecklenburgisches Grenadier-Regiment Nr. 89 zurück. Im Frühjahr 1904 wurde er in den Großen Generalstab kommandiert. Am 20. März 1906 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Hauptmann in den Großen Generalstab versetzt. Ab Ende Januar 1907 wurde er für zwei Jahre zum Generalstab vom VI. Armeekorps kommandiert. Danach wurde er Ende Januar 1909 als Kompaniechef zum 4. Niederschlesisches Infanterie-Regiment Nr. 51 versetzt. Anfang April 1912 wurde er dann zum Generalstab vom Gouvernement Köln versetzt. Am 1. Oktober 1912 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Major zum persönlichen Adjutant von Prinz Eitel-Friedrich von Preußen ernannt. In dieser Position stand er auch noch zu Beginn des 1. Weltkrieges und die erste Zeit danach. Der Prinz selbst war Kommandeur vom 1. Garde-Regiment zu Fuß an der Westfront. Nebenher wurde er im Sommer 1915 auch zweimal kurzzeitig als Führer des 2. Garde-Regiment zu Fuß an der Front eingesetzt. Ab Februar 1916 wurde er in verschiedenen Generalstäben eingesetzt. Zuerst kam er dabei als 1. Generalstabsoffizier (Ia) zum Generalstab vom Garde-Reserve-Korps. Am 11. Juni 1916 wurde er dann zum Chef des Generalstabes vom XV. Armeekorps ernannt. Am 27. Januar 1918 wurde er als solcher zum Oberstleutnant befördert. Ab dem 23. August 1918 wurde er als Chef des Generalstabes vom VII. Armeekorps eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch sehr viele andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er 1919 als Oberstleutnant in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er zuerst im Regimentsstab vom Reichswehr-Infanterie-Regiment 11 eingesetzt. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er weiter dort verwendet. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann zum Stab vom 17. Infanterie-Regiment in Braunschweig. Dort wurde er am 18. Dezember 1920 zum Oberst befördert. Am 15. Juni 1921 wurde er als Nachfolger von Oberst Hans von Brandenstein zum Kommandeur des 17. Infanterie-Regiment in Braunschweig ernannt. Am 31. Dezember 1923 gab er sein Kommando über das Regiment an Oberst Heinrich von Bünau ab. Am 1. Januar 1924 wurde er dann kurz nach dem Hitler-Putsch zur Infanterieschule München kommandiert. Am 1. April 1924 wurde er dann offiziell als Nachfolger von Generalmajor Hans Tieschowitz von Tieschowa zum Kommandeur der Infanterieschule ernannt. Diese war als Folge des Hitler-Putsches vom Herbst 1923 auf den Truppenübungsplatz Ohrdruf verlegt wurden. Als solcher wurde er am 1. März 1924 zum Generalmajor befördert. Später wurde die Infanterieschule nach Dresden verlegt. Am 1. Februar 1927 wurde er als Nachfolger von Generalleutnant Erich von Tschischwitz zum Kommandeur der 2. Division der Reichswehr in Stettin ernannt. Als solcher war er dann gleichzeitig auch Befehlshaber vom Wehrkreis II. Er wurde dann in seiner Funktion am 1. April 1927 zum Generalleutnant befördert. Am 30. September 1929 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter eines General der Infanterie verliehen.
Am 20. April 1937 wurde ihm das Recht verliehen die Uniform des Infanterie-Regiment 17 mit den Generalsabzeichen zu tragen. 1938 trat er wieder zur Verfügung des Heeres. Er wurde aber nicht mehr verwendet. Am 31. Mai 1943 wurde seine z.V.-Stellung aufgehoben. Kurz nach dem Krieg ist er in Rostock gestorben.