Flak-Kaserne
Dessau-Kochstedt
Die Flak-Kaserne wurde in Dessau-Kochstedt mitten im Kiefernwald entlang der Straße nach Dessau gebaut. Der Preis pro Hektar wurde mit 6 Mark angegeben. Zum Kasernengelände gehörte auch ein Schießstand. Insgesamt umfasste die Kaserne ein Areal von 70,73 Hektar mit Schießanlage. Jede Batterie hatte einen eigenen Lehrsaal. Die Kaserne besaß ein eigenes Kraftwerk und ein eigenes Wasserwerk. Unteroffiziershäuser wurden in der heutigen Semmelweisstraße, damals Schlageter-Straße, erbaut. Sie wurden während der Bauphase von der Mitteldeutschen Heimstätte GmbH, Zweigstelle Anhalt, in Dessau betreut. Für den Bau der Kaserne war das Luftkreiskommando VII in Braunschweig zuständig. Die Kaserne sollte auch noch weiter erweiterungsfähig bleiben, wofür der Raum zwischen Semmelweisstraße, der Hohen Straße, der Kreisstraße nach Kochstedt und dem Landweg nach Alten freigehalten wurde. Der Haupteingang der Flak-Kaserne befand sich gegenüber der damaligen Horst-Wessel-Straße an der Hindenburg-Straße, heute Bergstraße.
Am verregneten Mittwoch dem 17. Februar 1937 erfolgte der Einzug vom Flak-Regiment 26 in die neu errichtete Kaserne. Die Kinder hatten schulfrei bekommen, um den Einzug zu begleiten. 1937-1938 war das Flak-Regiment 26 in der Kaserne beheimatet. Später waren Teile vom Flak-Regiment 43 und vom Flak-Regiment 143 in der Kaserne stationiert. 1944 war als höchste Instanz der Wehrmacht im Standort Generalleutnant Piecke vom Luftwaffenpersonalamt in der Kaserne ansässig. Zu diesem Zeitpunkt war Oberstleutnant Janik der Kommandeur des Flak-Regiment 143 im gleichen Standort.
Die Kaserne wurde im Mai 1945 für 2 Monate durch amerikanische Truppen besetzt. 1945 zog dann bis 1948 die rote Armee ein. 1946 wurde auch ein Schulprovisorium in dem Kasernengebäude Nr. 13 eingerichtet. 1949 zogen die Schüler dann in das Offiziersledigenheim um. In diesem war von 1945 bis 1949 die Forstschule untergebracht gewesen. welches bis Anfang der 50-iger Jahre genutzt wurde. Ab 1948 bis 1952 wurden Einheiten der kasernierten Volkspolizei in der Kaserne stationiert. 1953 übernahm wieder die Rote Armee die Kaserne und stationierte ein Panzer-Regiment in ihr. Erst 1992 gab die Rote Armee die Kaserne auf.
Heute befindet sich das Wohngebiet Waldsiedlung auf dem Gelände der Kaserne. Dabei wurden auch Teile der alten Kasernenbauten zu Wohnungen umgebaut und blieben als Gebäude erhalten.
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