Militärbefehlshaber Danzig-Westpreußen
Stellvertretendes Generalkommando XX.
Armeekorps
1. Einsatz und Unterstellung:
Der Stab wurde als Militärbefehlshabers Danzig-Westpreußen am 11. September 1939 in
Danzig, im
späteren
Wehrkreis XX, gebildet. Nach dem Übergang der zivilen Verwaltung an den Reichsgau
Westpreußen wurde der Stab am 22. Oktober 1939 zum Stellvertretendes Generalkommando XX. Armeekorps
umbenannt. Dem Wehrkreiskommando oblag auch im neuen Reichsgebiet die Leitung
des Ersatzwesens, Vorbereitung der Mobilmachung, Betreuung und Einsatz der
Landesschützen-Bataillone, Überwachung der Ausbildung der unterstellten Truppen,
Sicherung des Befehlsbereichs bei inneren Unruhen und im Kriege gegen feindliche
Unternehmungen sowie Hilfe bei Notständen aller Art. Dem Stab unterstand für diese
Aufgaben nur die Division z.b.V. 428
in Graudenz.
Außer der Division unterstanden dem WK XX direkt die folgenden Einheiten:
Kommandeur der Nachrichtentruppen XX,
Kommandeur der
Kraftfahrparktruppe XX,
Kommandeur der Kriegsgefangenen im WK XX,
Kommandanturen vom Truppenübungsplatz Thorn und der Übungsplatzgruppe Graudenz,
Wehrkreisarzt XX (mit Sanitäts-Abteilung und Sanitäts-Park),
Wehrkreisveterinär XX (u.a. mit Heimat-Pferde-Park 20).
Über eigene Ersatztruppen verfügte das Wehrkreiskommando nicht. Ab dem 7.
November 1939 bis zum 26. August 1940 wurde die Masse der Ersatztruppen vom
Wehrkreis VI in den
Wehrkreis XX verlegt.
Dabei handelte es sich im die
Division Nr. 156, welche in
Thorn stationiert
wurde, und die Division Nr. 166,
welche in
Bromberg stationiert wurde. Diese beiden Division wurde mit ihren Truppen für
den genannten Zeitraum dem Stellvertretenden Generalkommando unterstellt. Am 28. Juni 1941 verlegte
dann die
Division Nr. 152 in den
Wehrkreis nach Graudenz.
Auch die Ersatztruppenteile der Division Feldherrnhalle wurden jetzt im
Wehrkreis stationiert. Am 20. Dezember 1942 wurde dann die Division z.b.V. 428
aufgelöst. Ende 1943 unterstanden dem Stab nur diese beiden größeren
Stäbe (Ersatz-Brigade Feldherrnhalle und
Division Nr. 152) mit größeren
unterstellten Einheiten.
Am 17. Januar 1945 wurden die "Gneisenau"-Einheiten des Wehrkreises aufgerufen
und soweit sie nicht als Festungsbesatzungen vorgesehen waren, in der
Drewenz-Stellung eingesetzt. Dies waren die Kampgruppen 1/XX - 4/XX, 14/XX,
15/XX, 29/XX, 32/XX, 41/XX und 71/XX sowie einige Namensverbände. Die Stellung
wurde am 22. Januar 1945 vom Gegner überschritten.
2. Kommandierende Generale:
General der Infanterie Max Bock
23. Oktober 1939 - 30. April 1943
General der Infanterie Bodewin Keitel
30. April 1943 - 1. Dezember 1944
General der Infanterie Karl-Wilhelm Specht 1. Dezember 1944 - 1945
Chef des Generalstabes:
Oberst Rudolf Bamler 12. September 1939 - 25. November 1940