268. Infanterie-Division

 

1.Einsatz und Unterstellung:

Die 268. Infanterie-Division wurde am 26. August 1939 als Division 4. Welle aus den Ergänzungseinheiten des Wehrkreises VII und aus  einem Drittel aus denen des Wehrkreises XVIII aufgestellt. Nach erfolgter Aufstellung verlegte die Division im September 1939 in den Raum Zweibrücken - Pirmasens, wo sie zur Grenzsicherung eingesetzt wurde. Während der ersten Phase des Westfeldzuges verblieb die Division in den Stellungen und nahm erst am zweiten Teil des Westfeldzuges teil. Am 15. Juni 1940 begann der Angriff auf die Maginot-Linie, am nächsten Tag stand sie bereits 12 km hinter den Befestigungswerken. Am 17. Juni gewann sie bei Lagarde einen Brückenkopf über den Rhein-Marne-Kanal. In diesem Raum stand die Division bei Beendigung des Frankreichfeldzuges und wurde anschließend als Besatzungstruppe im Raum Epinal eingesetzt. Im September 1940 folgte die Verlegung nach Polen. Am 12. Oktober 1940 Abgabe eines Drittels der Division an die 132. Infanterie-Division. (Stab/468, III./468, III./488, III./499, III./AR 268) Die Abgaben wurden sofort ersetzt. Ab dem 22. Juni 1941 nahm die 268. Infanterie-Division am Rußlandfeldzug teil. Dabei stieß sie auf Bialystock und dann über Smolensk auf den Dnjepr südlich von Mogilew vor. Nach dem Vormarsch auf Jelnja nahm die Divison an der Kesselschlacht von Wjasma teil und verlegte dann in den Raum westlich von Tula. Hier wurde sie von der russischen Winteroffensive getroffen und musste sich bis in den Großraum Juchnow zurückziehen. Es ergaben sich schwere Abwehrkämpfe bei Nedelnoje, an der Ugra und Ssobsha und bei Krassnaja-Gorka. Diese Kämpfe zogen sich das ganze Jahr 1942 hin. Anfang Januar 1943 folgte die Verlegung in den Raum Spass-Demensk. Am 21. Januar 1943 wurde das Grenadier-Regiment 468 aufgelöst, die Reste auf die Division verteilt. Nach der Räumung des Frontbogens von Rshew kam die Division halbwegs zwischen Dorogobush und Spass-Demensk zum Einsatz. Nach Beginn der russischen Sommeroffensive im August 1943 musste sich die Division auf den Dnjepr im Raum Mogilew zurückziehen. Dabei erlitt sie so schwere Verluste, dass sie am 2. November 1943 aufgelöst wurden musste. Die Reste bildeten die Divisions-Gruppe 268.

 

1939

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
September im Antransport 1. Armee C Saarpfalz
Oktober XXIV 1. Armee C Saarpfalz

 

1940

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar XXIV 1. Armee C Saarpfalz
Juni XII 1. Armee C Maginotlinie, Epinal
September XXXXIV 4. Armee B Polen

 

1941

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar XXXXIV 4. Armee B Polen
Mai XXXV 4. Armee B Polen
Juni VII 4. Armee Mitte Brest-Litowsk
August XXXXVI Guderian Mitte Smolensk
8. August XX 4. Armee Mitte Jelnja, Wjasma
November z. Vfg.   Mitte Wjasma
Dezember XXIV 2.Panzerarmee Mitte westl. Tula

 

1942

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar XIII 4. Armee Mitte Juchnow
Februar XII 4. Armee Mitte Juchnow

 

1943

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar XII 4. Armee Mitte Spass-Demensk
September (Kgr.) XII 9. Armee Mitte Brjansk
Oktober (Kgr.) LV 9. Armee Mitte Mogilew
November XXXXI 9. Armee Mitte Mogilew

 

2. Divisionskommandeure:

1. September 1939 General der Infanterie Erich Straube

6. Januar 1942 Generalleutnant Heinrich Greiner

 

3. Gliederung:

Infanterie-Regiment 468

Infanterie-Regiment 488

Infanterie-Regiment 499

Artillerie-Regiment 268

Pionier-Bataillon 268

Feldersatz-Bataillon 268

Panzerabwehr-Abteilung 268

Aufklärungs-Abteilung 268

Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 268

Infanterie-Divisions-Nachschubführer 268

 

4. Literatur:

Kurt Spitzer: Erinnerungen an unsere 268. Infanterie-Division, Selbstverlag, 1970 bzw. 1972
  
I. Teil : Die 268. Inf.Div. von der Aufstellung bis zur Neugliederung nach der Abgabe an die 132. Inf.Div.
    II. Teil: Die 268. Inf.Div. im Rußlandfeldzug

 

Friedrich Kittel: Die 468er. Chronik eines Infanterie-Regiments, Selbstverlag, München 1966

 

Kurt Scheffler: Das Artillerie-Regiment 268 im Kampf gegen den Bolschewismus, Selbstverlag, Regensburg 1956


Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, Band 8: Die Landstreitkräfte Nr. 201-280, 2. Auflage, Osnabrück 1973


Werner Haupt: Die deutschen Infanterie-Divisionen, 3 Bände, Podzun-Pallas-Verlag

 

Divisionsschicksale - Deutsches Rotes Kreuz - Erarbeitet vom Suchdienst des DRK München, München 1958 - 1960, Band 1 und 2


Schematische Kriegsgliederungen 1939 - 1945 BA/MA RH 2/348 bis RH 2/355; RH 2/356K und R 2/769
Kriegstagebücher und sonstige Unterlagen BA/MA RH 26-268/
Kriegsgliederungen der 4. Armee RH 20-4/
Kriegsgliederungen der 9. Armee RH 20-9/