251. Infanterie-Division

 

1. Einsatz und Unterstellung:

Die 251. Infanterie-Division wurde am 26. August 1939 als Division 4. Welle aus den Ergänzungseinheiten des Wehrkreises IX in Hersfeld aufgestellt. Nach der Aufstellung wurde die Division als Armee-Reserve der 5. Armee in die Eifel in den Raum nördlich von Monschau verlegt. Bei Beginn des Westfeldzuges marschierte die Division aus dem Raum südlich von Aachen auf Lüttich vor, kämpfte sich dann weiter über Lille bis Bethune. Anschließend kehrte die Division nach Lille zurück, wo sie als Besatzungstruppe eingesetzt wurde. Von Juli 1940 bis April 1941 lag sie als Besatzungstruppe in der Bretagne. Im Mai 1941 nach Ostpreußen verlegt, stieß die Division ab dem 22. Juni 1941 nach Rußland vor. Sie marschierte über Kowno zur Düna, die bei Druja überschritten wurde. Anschließend setzte die Division den Vormarsch in Richtung Polozk und dann im August nach Newel fort. Bei Beginn des Vormarsches auf Moskau erreichte die Division das Gebiet um Dubno und Kalinin. Hier wurde die Division von der russischen Winteroffensive getroffen und mußte sich zurückziehen. Sie wich in den Raum Rshew zurück, wo sie im Februar 1942 bei Montschalowo und Warsowo kämpfte. In diesem Frontabschnitt verblieb die Division bis März 1943. Bei der Räumung des Frontbogens von Rshew im März 1943 stand die Division südwestlich von Rshew. Während der Absetzbewegung zog sich die Division in den Raum Ssewsk westlich von Kursk zurück. Im Raum Orel - Kursk kämpfte die Division bis September 1943. Anschließend mußte sich die Division zum Dnjepr in den Raum Gomel zurückziehen. Dabei erlitt die Division schwere Verluste und hatte nur noch die Stärke einer Kampfgruppe. Daraufhin wurde die Division am 2. November 1943 aufgelöst, der Stab bildete den Stab der Korps-Abteilung "E".

Neu aufgestellt am 27. September 1944 durch die Umbenennung der Korps-Abteilung "E". Nach kurzer Zusammenstellung der neuen Division wurde diese in den Warka-Brückenkopf an der Weichsel verlegt. Die Division wurde im Januar 1945 im Warka-Brückenkopf bei Warschau und auf dem Rückzug nach Ostpreußen zerschlagen und im März aufgelöst. Der Stab kam nach Swinemünde und bildete den Stab der RAD-Division Ludwig Jahn.

 

1939

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
September z. Vfg. 5. Armee C Eifel
Oktober V 4. Armee B Eifel

1940

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar V 4. Armee B Eifel
Mai V 4. Armee A Belgien
Juni z. Vfg. OKH     Lille
Juli XXVIII 6. Armee A Brest
August XXVIII 6. Armee B Brest
September XXVIII 6. Armee C Brest
Dezember XXVIII 6. Armee D Brest

1941

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar XXVIII 6. Armee D Brest
Mai z. Vfg.   C Ostpreußen
Juni XXIII 16. Armee Nord Ostpreußen
Juli z. Vfg.   Nord Dünaburg
August L 9. Armee Mitte Newel
September XXIII 9. Armee Mitte Dubno, Kalinin
Dezember XXVII 9. Armee Mitte Rshew

1942

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar XXVII 9. Armee Mitte Rshew
Februar VI 9. Armee Mitte Rshes
April XXXXVI 9. Armee Mitte Rshew
Mai XXVII 9. Armee Mitte Rshew
August VI 9. Armee Mitte Rshew
November XXVII 9. Armee Mitte Rshew

1943

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar XXVII 9. Armee Mitte Rshew
Februar Burdach 9. Armee Mitte Rshew
März z. Vfg. 2. Panzerarmee Mitte Orel
April XX 2. Panzerarmee Mitte Orel
Juli XX 9. Armee Mitte Orel
September LVI 2. Armee Mitte Desna
Oktober (Kgr.) XXXXVI 2. Armee Mitte Gomel

 

nach Wiederaufstellung:

1944

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Oktober VIII 9. Armee Mitte Warka
Dezember VIII 9. Armee A Warka

1945

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar VIII 9. Armee A Warka
Februar XXVII 2. Armee Weichsel Ostpreußen

 

2. Divisionskommandeure:

26. August 1939 Generalleutnant Hans Kratzert

6. August 1941 Generalleutnant Karl Burdach

10. März 1943 General der Artillerie Maximilian Felzmann

10. Oktober 1944 Generalleutnant Werner Heucke

 

3. Gliederung:

251. Infanterie-Division 1939:

Infanterie-Regiment 451

Infanterie-Regiment 459

Infanterie-Regiment 471

Artillerie-Regiment 251

Pionier-Bataillon 251

Panzerabwehr-Abteilung 251

Aufklärungs-Abteilung 251

Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 251

Infanterie-Divisions-Nachschubführer 251

 

251. Infanterie-Division Oktober 1944:

Grenadier-Regiment 184

Grenadier-Regiment 448

Grenadier-Regiment 451

Divisions-Füsilier-Bataillon 251

Artillerie-Regiment 251

Pionier-Bataillon 251

Panzerjäger-Abteilung 251

Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 251

Infanterie-Divisions-Nachschubführer 251

 

4. Literatur und Quellen:

Ernst Ufer: Männer im Feuerofen, o. O. und o. J.

 

Karl-Wilhelm Maurer: Die hessisch-thüringische 251. Infanterie-Division im Zweiten Weltkrieg, Books on Demand, 2008

 

Hans Reimer: Erinnerungen an das Infanterie-Regiment 471, Eigenverlag, Bad Vilbel 1971


Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, Band 8: Die Landstreitkräfte Nr. 201-280, 2. Auflage, Osnabrück 1973


Werner Haupt: Die deutschen Infanterie-Divisionen, 3 Bände, Podzun-Pallas-Verlag


Schematische Kriegsgliederungen 1939 - 1945 BA/MA RH 2/348 bis RH 2/355; RH 2/356K und R 2/769
Kriegstagebücher und sonstige Unterlagen BA/MA RH 26-251/
Kriegsgliederungen der 6. Armee RH 20-6/
Kriegsgliederungen der 9. Armee RH 20-9/