246. Infanterie-Division

 

1. Einsatz und Unterstellung:

Die 246. Infanterie-Division wurde am 26. August 1939 im WK XII als Division 3. Welle durch den Landwehr-Kommandeur Darmstadt aufgestellt. Nach erfolgter Aufstellung wurde die Division in den Raum Neustadt / Haardt - Speyer als Armee-Reserve der 1. Armee verlegt. Im Januar 1940 erfolgte die Verlegung zur Grenzsicherung zwischen Karlsruhe und Brühl, dann an die Lauter zwischen der Weissenburger Senke und dem Rhein. Während des Westfeldzuges verblieb die Division in ihren Stellungen und überquerte am 18. Juni 1940 den Rhein. Sie bekämpfte französische Stellungen , konnte die Maginot-Linie bis zum Waffenstillstand am 22. Juni 1940 nicht durchbrechen. Nach kurzer Zeit als Besatzungstruppe wurde die Division von August 1940 bis zum Februar 1941 beurlaubt. Nach der Wiedereinberufung wurde die Division als Besatzungstruppe und zum Küstenschutz in Nordwestfrankreich eingesetzt. Am 31. Dezember 1941 trat vor dem Abtransport in den Osten das Infanterie-Regiment 313 zu der in Frankreich bleibenden 337. Infanterie-Division über. Im Tausch erhielt die Division das Infanterie-Regiment 689. Im Februar 1942 wurde die Division dann per Bahn in den Osten in den Raum Rshew - Bjeloje transportiert. Hier kämpfte die Division das gesamte Jahr 1942 über. Im März 1943 stand sie im Westteil des Frontbogens bei Rshew und zog sich im Rahmen des Unternehmens "Büffelbewegung" über Duchowschtschina und Jelnja und Smolensk in das Gebiet um Witebsk zurück. Dabei erlitt Die Division schwere Verluste und hatte nach Beendigung der Rückzugsbewegung nur noch die Stärke einer Kampfgruppe. Im September 1943 begannen die weiteren Absetzbewegungen über Rudnja, Mikulino bis südwestlich von Witebsk. Mit Beginn der russischen Sommeroffensive am 22. Juni 1944 wurden Teile der Division auf Witebsk zurückgedrängt. Dort wurden die hier befindlichen deutschen Truppen eingeschlossen. Dabei gelang es nur kleineren Gruppen, sich aus dem Kessel nach Westen durchzuschlagen. Die Division war bei diesen Kämpfen praktisch vernichtet worden und wurde am 3. August 1944 aufgelöst. Neu aufgestellt als 246. Volks-Grenadier-Division.

 

1939

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
September z. Vfg. 1. Armee C Saarpfalz

 

1940

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar XXV 7. Armee C Oberrhein
Mai XXXVII 1. Armee C Saarpfalz
Juli beurlaubt      

 

1941

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar beurlaubt      
März LIX 7. Armee D NW-Frankreich

 

1942

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar LIX 7. Armee D NW-Frankreich
Februar z. Vfg. 9. Armee Mitte Rshew, Bjeloje
Mai Esebeck 9. Armee Mitte Rshew, Bjeloje
August XXIII 9. Armee Mitte Rshew, Bjeloje
Dezember XXXXI 9. Armee Mitte Rshew, Bjeloje

 

1943

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar XXXXI 9. Armee Mitte Rshew, Bjeloje
April XXVII 4. Armee Mitte Jelna
August z. Vfg. 4. Armee Mitte Jelna
September XXVII 4. Armee Mitte Smolensk
Oktober (Kgr.) VI 3. Panzerarmee Mitte Witebsk
November LIII 3. Panzerarmee Mitte Witebsk
Dezember VI 3. Panzerarmee Mitte Witebsk

 

1944

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar VI 3. Panzerarmee Mitte Witebsk
Februar LIII 3.Panzerarmee Mitte Witebsk
Juli Verbleib unbekannt      

 

2. Kommandeure:

1. September 1939 Generalleutnant Erich Denecke

13. Dezember 1941 Generalleutnant Maximilian Siry

16. Mai 1943 Generalmajor Konrad von Alberti

12. September 1943 Generalmajor Heinz Fiebig

5. Oktober 1943 Generalleutnant Wilhelm Falley

20. April 1944 Generalmajor Claus Müller-Bülow

 

3. Gliederung:

Infanterie-Regiment 313

Infanterie-Regiment 352

Infanterie-Regiment 404

Artillerie-Regiment 246

Pionier-Bataillon 246

Feldersatz-Bataillon 246

Panzerabwehr-Abteilung 246

Aufklärungs-Abteilung 246

Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 246

Infanterie-Divisions-Nachschubführer 246

 

4. Literatur und Quellen:

W. Schmidt/W. Mittelsteiner/W. Kieser: Die Geschichte eines Infanterie-Regiments 1939 - 1945. Geschichte des Infanterie-/Grenadier-Regiments 313, Wiesbaden 1961

 

Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, Band 8: Die Landstreitkräfte Nr. 201-280, 2. Auflage, Osnabrück 1973


Werner Haupt: Die deutschen Infanterie-Divisionen, 3 Bände, Podzun-Pallas-Verlag


Schematische Kriegsgliederungen 1939 - 1945 BA/MA RH 2/348 bis RH 2/355; RH 2/356K und R 2/769
Kriegstagebücher und sonstige Unterlagen BA/MA RH 26-227/
Kriegsgliederungen der 7. Armee RH 20-7/
Kriegsgliederungen der 9. Armee RH 20-9/