Hochgebirgs-Jäger-Bataillone
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Erwähnenswert ist noch das Heeres-Gebirgsjäger-Bataillon 202, welches in der Feldpostübersicht als Hochgebirgs-Jäger-Bataillon 202 bezeichnet wurde.
| Hochgebirgs-Jäger-Bataillon 1 | Hochgebirgs-Jäger-Bataillon 2 |
| Hochgebirgs-Jäger-Bataillon 3 | Hochgebirgs-Jäger-Bataillon 4 |
1 und 2: wurden im Sommer 1942 aus den beiden Ausbildungsbataillonen für
Hochgebirgstruppen aufgestellt. Einsatz bei der 1. Gebirgsdivision im Kaukausus, u.a. bei dem
militärisch recht sinnlosen Elbrus-Unternehmen. Beide Bataillone bis Februar 1943
aufgelöst und in Truppenteile der 1. Gebirgsdivision eingegliedert.
Gliederung der beiden Bataillone ähnlich normale Gebirgsjäger-Btl mit drei
Jägerkompanien (12 leichte MG, 3 leichte Granatwerfer), 1 Kompanie mit 12 schweren MG, 1 Kompanie mit Pionierzug, Nachrichtenzug
und 4 mittleren Granatwerfern.
3 und 4: Aufgestellt November 1943 aus Teilen des Gebirgsjäger-Regiment 98 in Dalmatien. Da
das Regiment zur 1. Gebirgsdivision gehörte, ist zu vermuten,
dass in diesem Regiment Restteile der im Frühjahr 1943 bei der Division aufgelösten ersten beiden
Hochgebirgs-Jg.Btl verblieben waren.
Einsatz als Heerestruppe in Italien, u.a. am Monte Cassino. Ab Ende 1944 meistens
Kompanieweise aufgeteilt eingesetzt. Lediglich Teile des Hochgebirgs-Jäger-Bataillons
4 kamen noch geschlossen in den Westalpen im Mont Blanc-Gebiet zum Einsatz.
Gliederung dieser beiden Bataillone in drei Jägerkompanien, einer schweren Kompanie mit
schweren MG und Granatwerfern und einer
Gebirgsbatterie mit 4 Gebirgsgeschützen.
Der einzige wesentliche Unterschied zu den gewöhnlichen Gebirgsjäger-Btl bestand
eigentlich darin, daß in diesen Hochgebirgs-Bataillonen besonders bergerfahrene
Alpinisten eingesetzt wurden.
Insgesamt scheinen diese Hochgebirgstruppen eine nicht zwingend notwendige Spezialtruppe
gewesen zu sein, für die es kaum wirkliche Einsatzmöglichkeiten gab. Die einzigen
länger andauernden Kämpfe im Hochgebirge (Westalpen - Mont Blanc und Mont Cenis-Gebiet)
wurden von Sept. 1944 bis Frühjahr 1945 fast ausschließlich von ganz normalen
Gebirgsjägereinheiten, zu einem guten Teil von Ersatz- und Reserveformationen (157. Gebirgsdivision /spätere 8. Gebirgsdivision) sowie von gewöhnlicher
Flachlandinfanterie (34. Inf.Div.,
rekrutierte sich aus dem Rheinland) geführt.
Literatur:
-Kaltenegger, Roland: Die deutsche Gebirgstruppe 1935-1945. Augsburg 1999
-Schroeder, Karl: Dort, wo der Adler haust". Geschichte des
Hochgebirgsjäger-Bataillons 4. Eine Chronik aus den Jahren 1943-1945. (Eigenverlag)
Owschlag 1989