Heeresgruppe Nord
1. Lebenslauf:
Die Heeresgruppe Nord wurde am 2. September 1939 für den Polenfeldzug aufgestellt. Der Stab wurde dabei durch die Umbildung aus dem AOK 2 aufgestellt, das vom 26. August 1939 an bereits als Heeresgruppenstab fungiert hatte. Nach Beendigung des Feldzuges wurde das Heeresgruppenkommando aus Polen nach Westen verlegt und dort am 10. Oktober 1939 zur Heeresgruppe B umbenannt.
Neu aufgestellt wurde die Heeresgruppe Nord am 22. Juni 1941 zu Beginn des Russlandfeldzuges. Der Stab entstand dabei durch die Umbenennung der Heeresgruppe C. Eingesetzt wurde das Heeresgruppenkommando beim Angriff auf Nordrussland. 1944 erfolgte der Rückzug auf Kurland und am 25. Januar 1945 wurde der Stab in Heeresgruppe Kurland umbenannt.
Erneut neu aufgestellt wurde die Heeresgruppe Nord am 25. Januar 1945 in Ostpreußen. Das neue Heeresgruppenkommando entstand durch die Umbenennung der Heeresgruppe Mitte. Am 2. April 1945 wurde der Stab aufgelöst und bildete das AOK 12 im Reich.
2. Oberbefehlshaber:
Generaloberst Fedor von Bock Aufstellung - Umbenennung
nach Wiederaufstellung 1941:
Generalfeldmarschall Wilhelm Ritter von Leeb Aufstellung -
Generalfeldmarschall Georg von Küchler 17. Januar 1942 -
Generalfeldmarschall Walter Model 9. Januar 1944 -
Generaloberst Georg Lindemann 31. März 1944 -
Generaloberst Johannes Frießner 4. Juli 1944 -
Generaloberst Ferdinand Schörner 25. Juli 1944 -
nach Wiederaufstellung 1945:
Generaloberst Dr. Lothar Rendulic 27. Januar 1945 -
Generaloberst Walter Weiss 12. März 1945 -
Chef des Generalstabes:
Generalmajor Hans von Salmuth Aufstellung - Umbenennung
nach Wiederaufstellung 1941:
Generalleutnant Kurt Brennecke Aufstellung - 17. Januar 1942
Generalleutnant Wilhelm Hasse 25. Januar 1942 - 22. Januar 1943
Generalleutnant Eberhard Kinzel 22. Januar 1943 - 18. Juli 1944
Generalmajor Oldwig von Natzmer 19. Juli 1944 - Umbenennung
nach Wiederaufstellung 1945:
Oberst i.G. von Varnbühler von und zu Hemmingen Aufstellung - Auflösung
1. Generalstabsoffizier (Ia):
Oberst i.G. Wilhelm Hasse Aufstellung - Umbenennung
nach Wiederaufstellung 1941:
Oberst i.G. Paul Herrmann Aufstellung - 1. Juli 1943
Oberst i.G. Carl-Ulrich von Gersdorff 1. Juli 1943 - 30. Oktober 1944
Oberst i.G. Werner Richter 1. November 1944 - Umbenennung
nach Wiederaufstellung 1945:
Oberstleutnant i.G. Albert Schindler Aufstellung - Auflösung
3. Gliederung:
a) Heeresgruppentruppen:
Heeresgruppen-Nachrichten-Regiment 537
Heeresgruppen-Nachrichten-Regiment 639 (2. Aufstellung)
Heeresgruppen-Nachrichten-Regiment 537
b) unterstellte Großverbände:
| Datum | Verbände |
| September 1939 | 3. Armee, 4. Armee |
| Oktober 1939 | 6. Armee, 4. Armee |
| nach Wiederaufstellung 1941: | |
| Juni 1941 | 18. Armee, 16. Armee, Panzergruppe 4 |
| Oktober 1941 | 18. Armee, 16. Armee |
| Januar 1942 | 18. Armee, 16. Armee |
| September 1942 | 18. Armee, 16. Armee, 11. Armee |
| Dezember 1942 | 18. Armee, 16. Armee |
| März 1944 | Armee-Abteilung Narwa, 18. Armee, 16. Armee |
| Mai 1944 | Wehrmachtsbefehlshaber Ostland, Armee-Abteilung Narwa, 18. Armee, 16. Armee |
| Oktober 1944 | 16. Armee, Armee-Abteilung Grasser, 18. Armee |
| November 1944 | 16. Armee, Armee-Abteilung Kleffel, 18. Armee |
| Dezember 1944 | 16. Armee, 18. Armee |
| Januar 1945 | 16. Armee, 18. Armee |
| nach Wiederaufstellung 1945: | |
| Februar 1945 | Armee-Abteilung Samland, 4. Armee |
4. Ersatz:
Für die Ersatzgestellung des ersten Stabes war das Infanterie-Ersatz-Bataillon 67 zuständig. Nach der Wiederaufstellung übernahm dann das Infanterie-Ersatz-Bataillon 81, später Grenadier-Ersatz-Bataillon 81, diese Aufgabe. Bei der erneuten Wiederaufstellung im Jahr 1945 übernahm dann das Grenadier-Ersatz-Bataillon 67 diese Aufgabe.