Fallschirmjäger-Regiment 6

 

Feldpostnummern:

Stab L 49323
I. Bataillon L 49057
II. Bataillon L 55056
III. Bataillon L 50370
13. Kompanie L 50023
14. Kompanie L 52556
15. Kompanie L 62056

Aufgestellt im Winter 1942/43 zusammen mit der 2. Fallschirmjäger-Division in Nimes in Südfrankreich aus dem Luftwaffen-Feld-Bataillon 100 und der IV./Luftlande-Sturm-Regiment 1. Ende Juni 1943 erfolgte nach intensiver Ausbildung die Verlegung mit Ju 52 nach Italien. Das Regiment wurde im Rahmen der 2. Fallschirm-Division Anfang September 1943 nach dem Abfall der Italiener nach Rom transportiert und entwaffnete dort die italienischen Verbände. Das II. Bataillon flog am 9. September von Fioggia aus zum Sprungeinsatz auf den Monterotondo bei Rom, wo sich das Hauptquartier der italienischen Streitkräfte befand. Ende September 1943 wurde das  Regiment ohne das II. Bataillon von Rom in die Ukraine verlegt und dort als Infanterie in vorderster Front eingesetzt. Kampfplätze waren u.a. Kriwoi Rog und Krementschug. Das II. Bataillon wurde in I./Fallschirmjäger-Regiment 11 umbenannt. Bei den anschließenden Rückzugskämpfen erreichte das Regiment nach 400 km das Gebiet um Kirowograd. Von hier aus wurde es im Januar 1944 zurück nach Deutschland verlegt. Ab April 1944 war das Regiment aufgefrischt in der westfranzösischen Bretagne stationiert und nun der 91. Luftlandedivision unterstellt. Die Fallschirmjäger wurden zum Schutz der Halbinsel Cotentin eingesetzt und bezogen eine 20 km breite Linie. Britische und amerikanische Fallschirmjäger sprangen in der Nacht zum 6. Juni 1944 genau in die Stellungen der Fallschirmjäger, so daß es zu schweren Kämpfen kam. Das Regiment verteidigte seine Stellungen bis zum bitteren Ende. Die Reste des Regiments kämpften sich über St. Lô nach Cean zurück, es bestand noch aus 60 Mann. Diese Reste wurden der Kampfgruppe von Oberst Freiherr von der Heydte unterstellt, die am 17. Dezember 1944 im Rahmen der Ardennenoffensive den letzten Sprungeinsatz des Krieges durchführte. Bei Monschau in der Eifel endete an diesem Tag die Geschichte des Regiments.

 

Kommandeure:

Major Egon Liebach, März 1943

Oberstleutnant Wolfgang Meder-Eggebert, unbekannt

Oberstleutnant Harald Mors, September 1943

Oberstleutnant Dr. Friedrich August Freiherr von der Heydte, Januar 1944 

Oberst Fritz Hencke, Oktober 1944