6. Fallschirm-Jäger-Division

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1. Einsatz und Unterstellung:

Die 6. Fallschirmjäger-Division wurde ab Juni 1944 im Raum Amiens unter dem AOK 15 aufgestellt. Noch während der Aufstellung wurde das Fallschirmjäger-Regiment 16 nach Stendal und von dort auf dem Luftweg in das eingeschlossene Wilna verlegt. Hier wurde das Regiment im Zuge der Kämpfe um die Stadt vernichtet. Der Rest der Division wurde, obwohl noch nicht voll ausgebildet und ausgerüstet, im Juli 1944 in den Raum Evreux verlegt und hier sofort in schwere Gefechte verwickelt. Bei diesen Gefechten wurde die Division größtenteils vernichtet. Die Reste der Division wurden schließlich in die neu aufgestellte 7. Fallschirmjäger-Division eingegliedert.

Die Wiederaufstellung der Division erfolgte im September 1944 aus den noch verbleibenden Resten der Division in Nordholland im Raum Meppel. Nach beendeter Ausbildung wurde die Division in den Raum zwischen Antwerpen und den Albert-Kanal verlegt. Hier geriet die Division in das alliierte Luftlande-Unternehmen "Market Garden". Es gelang dem britischen XXX. Armeekorps, zwischen der 85. Infanterie-Division und der 6. Fallschirmjäger-Division durchzustoßen und auf Eindhoven vorzustoßen. Die 6. Fallschirmjäger-Division kämpfte anschließend im Raum 20 km südostwärts Eindhoven, bis die Schlacht um Arnheim ein Ende fand. Bis Februar 1945 stand die Division anschließend in der Maasstellung. Anschließend machte die Division den Rückzug im Rahmen des II. Fallschirmjäger-Korps über Gennep, Kleve, Xanten und Hochwald weiter nach Enschede und Hengeleo mit. Letzte Reste der Division erreichten im April 1945 noch den Raum Oldenburg, wo sie in Gefangenschaft gerieten. 

 

1944

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Juli in Aufstellung 15. Armee   Amiens
August I. SS 5. Panzerarmee   Nord-Frankreich
September LXXXVIII 1. Fallschirmarmee   Arnheim, Kleve, Xanten
Oktober in Aufstellung   B Meppel
Dezember LXXXVIII 15. Armee   Arnheim

 

1945

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar LXXXVIII 25. Armee   Arnheim, Wesel
Februar XXXXVII 1. Fallschirmarmee   Kleve, Wesel
April LXXXVIII 25. Armee   Festung Holland

 

2. Divisionskommandeure:

1. Mai 1944 Generalleutnant Rüdiger von Heyking

3. September 1944 Oberstleutnant Harry Herrmann

1. Oktober 1944 Generalleutnant Hermann Plocher

 

3. Gliederung:

Fallschirm-Jäger-Regiment 16

Fallschirm-Jäger-Regiment 17

Fallschirm-Jäger-Regiment 18

Fallschirm-Panzer-Jäger-Abteilung 6

Fallschirm-Granatwerfer-Abteilung 6

Fallschirm-Artillerie-Regiment 6

Fallschirm-Flak-Abteilung 6

Fallschirm-Pionier-Bataillon 6

Fallschirm-Luftnachrichten-Abteilung 6

Fallschirm-Sanitäts-Abteilung 6

Nachschubführer der 6.Fallschirm-Jäger-Division

Fallschirm-Feldersatz-Bataillon 6

 

4. Literatur und Quellen:

Georg Tessin: Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 3. Die Landstreitkräfte 6–14. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1974
Haupt, Werner: Deutsche Spezial-Divisionen Gebirgsjäger, Fallschirmjäger und andere. Dörfler-Verlag 2002
Volkmar Kühn: Deutsche Fallschirmjäger im Zweiten Weltkrieg. Motorbuch-Verlag 12. Auflage 1999