5. Fallschirm-Jäger-Division
1. Einsatz und Unterstellung:
Die 5. Fallschirmjäger-Division wurde am 2. März 1944 im Raum Reims aus dem Fallschirm-Jäger-Lehr-Bataillon, dem III./Fallschirm-Jäger-Regiment 3 und der III./Fallschirm-Jäger-Regiment 4 sowie aus neuen Rekruten aufgestellt. Im Mai 1944 wurde die Division in den Raum Rennes in der Bretagne verlegt. Nach Beginn der alliierten Landung in der Normandie wurde die Division beschleunigt in den Raum zwischen St. Lô und Aire an der Vire. In den nun einsetzenden schweren Abwehrkämpfen wurde die Division bis Juli 1944 zerschlagen. Reste der Division wurden im Kessel von Falaise eingeschlossen.
Neu aufgestellt wurde die 5. Fallschirmjäger-Division im Oktober 1944 in Den Haag und Amsterdam aus den Resten der alten Division und aus Neuzugängen. Nach beendeter Aufstellung wurde die Division im November 1944 der 7. Armee zugeführt und am rechten Flügel der Armee am Ostufer der Our kurz vor der Mündung in die Sauer in die Front eingeschoben. Hier hatte die Division den Auftrag, den linken Flügel der deutschen Ardennen-Offensive zu sichern. Nach Beginn der deutschen Offensive konnte die Division bis zum 24. Dezember über Wiltz Martelange erreichen, ohne den Ort jedoch erobern zu können. Auf Grund des hartnäckigen alliierten Widerstandes mußte die Division zur Verteidigung übergehen. Es folgte der Rückzug der Division aus dem Gebiet südlich von Bastogne auf die Ausgangsstellung vor der Offensive. Im Januar 1945 stand die Division im Raum Wiltz und im Februar 1945 bei Prüm in der Eifel. Reste der Division kamen noch bis an den Laacher-See und in den Ruhrkessel.
1944
| Datum | Armeekorps | Armee | Heeresgruppe | Ort |
| April | in Aufstellung | D | Reims | |
| Mai | in Aufstellung II. Fallschirm | 7. Armee | Reims | |
| Juni | Reserve | 7. Armee | Bretagne | |
| Juli | LXXXXIV | 7. Armee | St. Malo, Avranches, Mortain | |
| August | II. Fallschirm | 7. Armee | Argentan | |
| September | LXXX | 1. Armee | Trier | |
| Oktober | OKW | Den Haag, Amsetrdam |
1945
| Datum | Armeekorps | Armee | Heeresgruppe | Ort |
| Januar | LIII | 7. Armee | Ardennenoffensive (Bitburg) | |
| Februar | LXVI | 5. Panzerarmee | Eifel, Prüm | |
| April | Ruhrkessel |
2. Divisionskommandeure:
1. April 1944 Generalleutnant Gustav Wilke
15. Oktober 1944 Generalmajor Sebastian Ludwig Heilmann
21. März 1945 Kurt Gröschke
3. Gliederung:
Fallschirm-Jäger-Regiment 13
Fallschirm-Jäger-Regiment 14
Fallschirm-Jäger-Regiment 15
Fallschirm-Panzer-Jäger-Abteilung 5
Fallschirm-Artillerie-Regiment 5
Fallschirm-Flak-Abteilung 5
Fallschirm-Pionier-Bataillon 5
Fallschirm-Luftnachrichten-Abteilung 5
Fallschirm-Sanitäts-Bataillon 5
Fallschirm-Granatwerfer-Bataillon 5
Fallschirm-Feldersatz-Bataillon 5
4. Literatur und Quellen:
Georg Tessin: Verbände und Truppen der
Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 2. Die
Landstreitkräfte 1–5. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1973
Haupt, Werner: Deutsche Spezial-Divisionen Gebirgsjäger, Fallschirmjäger und
andere. Dörfler-Verlag 2002
Volkmar Kühn: Deutsche Fallschirmjäger im Zweiten Weltkrieg. Motorbuch-Verlag
12. Auflage 1999